Daher
ist unser Vorschlag...
1
Den Neustädter Markt nicht als "Brache" ansehen oder gar als Freifläche für eine weitere Fiktion von Neubeginn mit Leugnung des geschichtlichen Kontextes.
Sondern diese oberflächliche Sichtweise verlassen, und den Platz sehen, als das, was er in Wahrheit ist: Teil eines lebendigen urbanen Organismus, Teil einer Geschichte, Teil eines Ganzen: Teil des historischen Stadtkerns Dresdens, und: Teil der Wünsche und Sehnsüchte der Bewohner der Stadt: Der Menschen. Letztendlich ist der Wille der Menschen entscheidend, die HEUTE leben - und nicht Theorien und architektonische Dogmen, die vor 100 Jahren entstanden.
2
Wiederherstellung der alten Straßenführung
mit den früheren Parzellen, Neustädter Markt inklusive Große Meißner Straße.
3
Errichtung einiger moderner
Neubauten, wobei wir aber nochmals darauf hinweisen, daß wir eine
veraltete Glaskastenarchitektur ablehnen: Modern heißt hier, wie wir bereits sagten: Den Kontext
beachtend. Keine aussageschwache und aufdringlicher Architektur, die eine Inszenierung vor historischer Kulisse nötig hat. Sondern eine Architektur, die sich in den urbanen Kontext einfügt und damit Urbanität schafft.
4
Für die rechte Seite der Hauptstraße ist derzeit noch keine Lösung vorhanden; dies ist langfristiger zu planen.
Wünschenswert wären hier Bauten, die sich den Häusern der Westseite anpassen. Zumindest aber Fassadenumgestaltung.
5
Eine Schlüsselrolle
für das Neustädtische Rathaus
(Leitbaufunktion). Allgemein anerkannt gilt es als wichtigster Bau am Neustädter Markt und städtebaulich wichtiger als vieles, was im Moment am Neumarkt rekonstruiert werden soll. Nur bei seiner Rekonstruktion ist eine langfristige humane Entwicklung dieses zweitwichtigsten Platzes Dresdens möglich.
Insofern wäre dies eine gemischt "modern-historische" Lösung. Wobei dies aber nur unter Anknüpfung an die historische Bebauung durchzuführen ist, nicht
als Inszenierung eines Bruchs mit der
Geschichte. |
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