Warum wir einen Platz wiederherstellen wollen...
Historisch versus Modern... ? 
Der Neustädter Markt und die Fiktion des Neubeginns... 
Daher ist unser Vorschlag... 
Fazit... 
 
DER NEUSTÄDTER MARKT IN DRESDEN:  



Der Neustädter Markt und die Fiktion des Neubeginns...  




Die Zeit ist gekommen, um Bilanz zu ziehen. Im Falle Dresden hat seit 1945 die moderne Architektur die Chance gehabt, ihr Versprechen einzulösen, "Wir machen alles besser". Nach fast 60 Jahren, nach über einem halben Jahrhundert, darf geurteilt werden. Diese Versprechen wurden nicht gehalten, die Fehler sind deutlich sichtbar; diese Fehler werden aber von zeitgenössischen Architekten unverändert weiter betrieben, als wäre nichts geschehen. Gerade am Neustädter Markt zeigt sich, welch fataler Irrtum es war, anzunehmen, man könne Geschichte einfach mit dem Bagger und mit Sprengungen wegwischen, und völlig neu beginnen: eine Rechnung, die nicht aufging. Der Neustädter Markt war zwar durch Bombenangriffe stark beschädigt; er war aber als Platz noch erkennbar, viele Bauten, wie das Neustädter Rathaus, das Wackerbarthpalais und die an den Platz angrenzende Große Meißner Strasse standen noch, wenn auch stark beschädigt. Es wäre ein leichtes gewesen, diese Bauten wiederherzustellen. Doch leider teilten sie das Schicksal so vieler Straßen und Plätze in Dresden unter der Leitung des Diktators Ulbricht: Sie wurden gesprengt, und bis auf den letzte Stein abgetragen. Der Platz ist heute praktisch nicht mehr vorhanden, häßliche Betonblöcke umsäumen ihn, eine Schnellstraße schießt über den ehemaligen Platz hinweg, und die Menschen sind in eine Unterführung unter der Erde verbannt.

Wir sind nicht so dogmatisch, wie zeitgenössische Architekturtheorien vorschreiben, "es muß immer alles neu gemacht werden - jeglicher Rückgriff ist ein "Sündenfall". Nein, es muß weder alles neu gemacht werden, noch muß alles alte rekonstruiert werden: Es muß im Einzelfall geprüft werden, was man nach einer Kriegszerstörung wiederherstellt, und was nicht. Beides kann Sinn machen. Im Falle Neustädter Markt können wir uns nach eingehender Beschäftigung mit beiden Alternativen ein Urteil erlauben: 

Der Weg, diesen entscheidenden , sensiblen Ort im Herzen Dresdens in den Mülleimer der Geschichte zu werfen, mit dem Etikett "taugt nichts", hat sich als fataler Fehler erwiesen. Wer nach über einem halben Jahrhundert Fehlplanung immer noch darauf blind der Tatsache gegenübersteht, daß es keine Lösung gibt, die an die Qualität des ursprünglichen Platzes mit ursprünglicher Struktur heranreicht, hat aus Fehlern nichts gelernt. Der Platz ist tot, er hat sich definitiv verschlechtert. Er ist also nicht "modern". Wir befinden uns aber noch in derselben Epoche, in der dieser jetzige Platz entstanden ist: In der "Moderne". Wenn ein Kranker von einer falschen Medizin aber immer kränker wird, ist es fatal, darauf zu bestehen, dem Kranken dieselbe Medizin weiter zu verabreichen, in der Hoffnung "diesmal wirkt sie aber". (Nein, diese Medizin haben wir lange genug probiert, und wir schmeißen sie - für DIESEN Patienten - weg.)
V.i.S.d.P.: Philipp Maass, Kontakt:  philipp.maass@t-online.de
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Sie glauben nicht, daß sich das in der heutigen Zeit verbinden läßt? Wir schon Jahre erbaut worden waren. Trotzdem war und ist ein Wiederaufbau des Rathauses immer wieder im Gespräch.  

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